Nowhere again     2019, Kunstverein Ruhr e. V.

Douglas Kolk
17.03. – 26.05.2019

Der US-amerikanische Künstler Douglas Kolk (1963–2014) war ein begnadeter Zeichner, dessen Werke eine sehr persönliche zugleich auch erkennbar gesellschaftlich geprägte Weltsicht offenbaren. Sparsam mit dem Bleistift hingesetzte Linien, und doch auch perfekt lavierte Körper, die Verwendung von Schriftzeichen und Signets machen seine Bilder unverwechselbar. Einerseits werden hier Einflüsse der Werbung, des Comics und der westlichen Popkultur verarbeitet, andererseits erinnern manche dieser Bilder an naive Kritzeleien – doch sind sie allesamt geprägt durch persönliche Empfindungen. Zunächst unverständliche Anspielungen erweisen sich als schmerzhafte Auseinandersetzungen mit Drogenerfahrungen und den Erlebnissen und Ängsten, die damit einhergehen. Diese Werke sind öffentliche Bildzeichen und zugleich private Niederschriften. Weil sie wegen ihrer Nähe zu bekannten Bildmustern der Pop-Art, der Werbung, aber auch zu kindlichen Malereien auf den ersten Blick vertraut anmuten, ermöglichen sie einen anscheinend leichten Zugang. Weil sie aber in ihren unvertrauten Anspielungen und ihrer kompositionellen Bildanordnung befremdlich wirken, wecken sie unsere Neugier. Aus mehreren Privatsammlungen haben wir Arbeiten geliehen, die sich zu einer auf den Ausstellungsraum genau abgestimmten Hängung ergänzen.